Deutschland steht an einem Wendepunkt. Es liegt an uns, ob wir die Chancen nutzen und gestalten – oder zusehen, wie andere sie verspielen. Ich stehe hier, weil ich überzeugt bin: Wir können und müssen es besser machen.
Das gilt insbesondere für folgende drei Themen, denn diese liegen mir besonders am Herzen:
Zukunftsfähige Landwirtschaft – Ernährung sichern durch Klimaanpassung
Die Landwirtschaft ist für mich weit mehr als ein Wirtschaftszweig – sie ist unsere Lebensgrundlage. Während meines Studiums wurde mir klar, wie akut die Klimakrise die Ernten bedroht und wie dringend wir handeln müssen, um unsere Ernährung zu sichern. Dieser Schlüsselmoment hat meinen Blick geschärft: Wir brauchen innovative Lösungen und eine nachhaltige Politik, um unsere Böden, unser Wasser und unsere Ernten zu schützen.
Ich setze mich für eine Politik ein, die klimaresistente Pflanzen fördert, neue Anbaumethoden vorantreibt und gerade die kleinen Betriebe unterstützt. Konkret bedeutet das: Mehr Forschung zu resilienten Kulturen, gezielte Unterstützung für landwirtschaftliche Betriebe, die auf klimaschonende Technologien umstellen, und faire Subventionen, die nicht nur den großen Agrarkonzernen zugutekommen. So gestalten wir eine Landwirtschaft, die nicht nur den Klimawandel überlebt, sondern ihm trotzt – und dabei die Basis für eine gesunde Ernährung schafft.
Wirtschaft im ländlichen Raum – Innovation vor Ort stärken
Ich habe hautnah erlebt, wie viele ländliche Regionen unter fehlender Infrastruktur und mangelnden Perspektiven leiden. In meiner Arbeit als Kreisgeschäftsführerin sehe ich täglich, wie Herausforderungen wie abgehängte Verkehrsnetze, fehlende digitale Infrastruktur oder die Abwanderung junger Menschen das Potenzial unserer Regionen ausbremsen. Gleichzeitig weiß ich, welches Potenzial im ländlichen Raum steckt: Innovationskraft, starke Gemeinschaften und der Wille, die eigenen Chancen zu gestalten. Dieses Potenzial darf nicht ungenutzt bleiben, denn starke ländliche Räume sind das Rückgrat einer nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft.
Ich möchte, dass niemand mehr zwischen seiner Heimat und seinen Chancen wählen muss. Dafür setze ich mich für gezielte Investitionen in Digitalisierung, Mobilität und lokale Wertschöpfungsketten ein. Konkret heißt das: Mehr Förderung für regionale Unternehmen und Start-ups, Ausbau von Breitbandnetzen und Verkehrsanbindungen sowie Anreize für nachhaltige Projekte. So schaffen wir Arbeitsplätze, die vor Ort bleiben, und ermöglichen es jungen Menschen, in ihrer Heimat eine Zukunft aufzubauen.
Frauen stärken – Für eine gerechte Arbeitswelt und ein selbstbestimmtes Leben
Als Mutter und berufstätige Frau weiß ich aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd es ist, Beruf, Familie und eigene Ziele miteinander zu vereinbaren. Diese Realität erleben viele Frauen – besonders im ländlichen Raum – täglich: Fehlende Kinderbetreuung, unflexible Arbeitszeiten und mangelnde Unterstützung machen es schwer, das volle Potenzial auszuschöpfen. Frauen, die an unsichtbare Barrieren stoßen, sind nicht nur ein gesellschaftliches Problem, sondern auch ein wirtschaftliches. Es entgeht uns wertvolle Kompetenz, und der Fachkräftemangel wird zusätzlich verschärft.
Ich setze mich für eine gerechte Arbeitswelt ein, die Frauen stärkt und sie fördert. Konkret bedeutet das: Ausbau hochwertiger und bezahlbarer Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle und gezielte Förderprogramme für Gründerinnen. Gleichzeitig müssen wir Frauen stärker in Entscheidungspositionen bringen, sei es in der Politik oder in der Wirtschaft. Denn nur in einer Gesellschaft, die Chancengleichheit lebt, können wir das volle Potenzial aller Menschen nutzen – und eine gerechte und starke Zukunft gestalten.
Doch Selbstbestimmung endet nicht am Arbeitsplatz. Es geht auch um das grundlegende Recht jeder Frau, frei über ihren eigenen Körper zu entscheiden. Die Abschaffung des §218 ist für mich ein unverzichtbarer Schritt hin zu echter Gleichberechtigung. Frauen müssen das Recht haben, über Schwangerschaftsabbrüche selbst zu bestimmen, ohne mit gesellschaftlicher Stigmatisierung oder rechtlichen Hürden konfrontiert zu sein. Ich kämpfe für eine Politik, die dieses Recht schützt – für eine Welt, in der Frauen frei und selbstbestimmt leben können.